All Posts in

May 24, 2021 - Comments Off on 113 Architektur Fragen – Frage 3.11.

113 Architektur Fragen – Frage 3.11.

Wofür braucht man eine Baugenehmigung?  (Autor: Krisztina Adamy)

Wofür braucht man eine Baugenehmigung?

Die Frage ist auf zwei Arten zu interpretieren. Einerseits beinhaltet sie die Frage: „Wieso man eine Baugenehmigung braucht?“

Bei der Baugenehmigung steht in erster Linie der Schutzgedanke im Vordergrund. So sind Bauwerke, für deren Herstellung ein erhebliches Maß an Fachkenntnissen erforderlich sind, von denen eine Gefährdung ausgehen könnte oder eine Beeinträchtigung der Nachbarn möglich ist, baugenehmigungspflichtig.

Andererseits impliziert sie auch die Frage: Für welche Bauwerke man eine Baugenehmigung braucht?

Das ist in jeder Landesbauordnung ein wenig unterschiedlich. Im Großen und Ganzen sind Neu-, Zu- und Umbauten in Wien, Niederösterreich und im Burgenland bewilligungspflichtig, jedoch gibt es kleinere Unterschiede. Bewilligungsfrei kann man Geländeveränderungen in geringerem Ausmaß in Wien durchführen, wobei dieses Vorhaben in Niederösterreich bewilligungspflichtig ist. In Wien muss man für die Anbringung von Photovoltaik- oder Klimaanlagen an größeren Gebäuden eine Bewilligung erwirken, in Niederösterreich ist es je nach Leistung nur anzeigepflichtig oder sogar bewilligungs-, anzeige- oder meldefrei. In den Wiener Kleingartengebieten gibt es wesentliche Erleichterungen, hier sind nur Neu-, Zu- und Umbauten bewilligungspflichtig, alle sonstigen baulichen Änderungen bedürfen gar keiner Anzeige.

Die unterschiedlichen Regeln der Bundesländer im Bereich der Baugenehmigungen sorgen immer wieder für Unverständnis.

May 12, 2021 - Comments Off on eins und eins ist drei – Christian Diemling – Johann Peck – Knorr Bremse

eins und eins ist drei – Christian Diemling – Johann Peck – Knorr Bremse

Wir leben "eins und eins ist drei". Gemeinsam mit unseren Kunden schaffen wir Bauwerke, die den Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt rücken. Dabei ist uns die Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern auf Augenhöhe und in konstruktivem Miteinander besonders wichtig. Mit Christian Diemling schaffen wir für Knorr Bremse ein  Gewerbe-Gebäude mit 2.500 m2 Fläche und einen Aufbau auf eine Halle mit 800 m2.

Johann Peck: Unsere Zusammenarbeit ist geprägt von größter Professionalität und menschlichem Verständnis - so macht die Umsetzung Spaß, das Verfolgen des gemeinsamen Ziels steht im Vordergrund.

Christian Diemling: Von der Angebotslegung bis hin zur Umsetzung ist bei Huss Hawlik einfach alles sehr professionell. Preis und Leistung haben optimal gepasst, genauso wie die Präsentation der Leistungen. Auch die Abwicklung bei unserem Projekt war hervorragend, egal mit wem man zu tun hat - mit Herrn Peck, Herrn Steiner, Herrn Hawlik -  die Zusammenarbeit ist perfekt.

May 3, 2021 - Comments Off on 113 Architektur Fragen – Frage 3.10.

113 Architektur Fragen – Frage 3.10.

Wie entsteht „öffentliches Gut“ in Bezug auf Grund und Boden? (Autor: Evgeni Gerginski)

Öffentliches Gut sind alle Grundstücke, die

  1. Im Eigentum der Gebietskörperschaft stehen und
  2. an denen Gemeingebrauch begründet wurde

Gemeingebrauch bedeutet, dass das Grundstück durch Gesetz oder Gemeinderatsbeschluss dem öffentlichen Gebrauch gewidmet wurde. Jeder darf es zum zweckmäßigen Gebrauch verwenden. Dies sind zum Beispiel Straßen, Wege und öffentliche Plätze.

Die rechtliche Definition des Begriffes findet sich im ABGB § 287 und liest sich wie folgt:

„Sachen, welche allen Mitgliedern des Staates zur Zueignung überlassen sind, heißen freystehende [Sic!] Sachen. Jenen, die ihnen nur zum Gebrauche verstattet werden, als: Landstraßen, Ströme, Flüsse, Seehäfen und Meeresufer, heißen ein allgemeines oder öffentliches Gut…“

Der Bund bzw. die Gemeinde wird im Grundbuch wie jeder Grundeigentümer auch eingetragen und ist im Falle von ans öffentliche Gut angrenzende Bauführungen Anrainer.

Eine häufige Form wie öffentliches Gut entsteht ist die Grundabteilung bei Schaffung neuer Bauplätze. Zum Beispiel wenn aus einem großen privaten Gewerbegebiet ein neuer Stadtteil entsteht. Dabei muss Grund für Verkehrsflächen an die Gemeinde abgetreten werden. Oft geht die Verpflichtung der Grundabtretung auch mit der Herstellung der Verkehrsfläche einher, die dann ins Eigentum der Gebietskörperschaft übergeht oder sie lediglich deren Bewirtschaftung übernimmt – in Wien sind das die sogenannten §53 Straßen. Da öffentliches Gut von öffentlichen Geldern abhängig ist, werden die damit verbunden Kosten bei einer Umwidmung (=Mehrwertschaffung) gerne an den künftigen Eigentümer der angrenzenden Grundflächen übertragen.

Die technische Umsetzung macht unter anderem ein*e Geometer*in. Diese*r erstellt den sogenannten Teilungsplan, der genau die neuen Grundgrenzen und das Ausmaß der Abtretungen festlegt. Anhand dieses Planes wird der dazugehörige Bescheid ausgestellt, wo auch die Rechte und Verpflichtungen der betroffenen Grundeigentümer (in Wien die MA64) niedergeschrieben werden.

Eine andere Art wie öffentliches Gut entsteht ist die Enteignung. Diese darf nur gegen Entschädigung durchgeführt werden und muss sich auf den jeweils geringsten, noch zum Ziel führenden Eingriff in fremde Rechte beschränken. Eine Enteignung ist auch nur dann zulässig, wenn der Enteignungsgegner die Einräumung der angestrebten Rechte ablehnt oder dafür ein offenbar übermäßiges Entgelt fordert oder wenn er nicht in der Lage ist, die Ausübung der angestrebten Rechte zu gewährleisten.

Zulässig sind unter anderem Enteignungen zur Herstellung von Verkehrsflächen und Aufschließungsleitungen, bei Bauvorhaben für öffentliche Zwecke und zur Bewirtschaftung von Wäldern und Wiesen.

Öffentliches Gut ist generell ein sehr breit gefächerter Begriff zu dem unter anderem das Wasserrecht, Forstrecht, Landesverteidigung, Gesundheit, Bildung und Sicherheit zählen.

April 29, 2021 - Comments Off on 113 Architektur Fragen – Frage 3.9.

113 Architektur Fragen – Frage 3.9.

Wieso macht man eine Grenzverhandlung? (Autor: Andreas Hawlik)

Die Position eines Gartenzauns in der Natur hat meistens nicht viel mit der tatsächlichen Grundstücksgrenze zu tun. Die langfristige Benutzung eines Grundstücksteils kann zur Folge haben, dass sich die Grenze ändert! Wird etwa ein Grundstreifen ununterbrochen mehr als 30 Jahre lang durch den Nachbarn – im guten Glauben, dass es sich um sein Grundstück handelt – genutzt, hat er diesen Grundstücksstreifen ersessen.

Um die Grenzen seines Grundstücks dauerhaft zu sichern, besteht die Möglichkeit zur „Einverleibung in den Grenzkataster“. Dieser wird mittlerweile digital geführt und die Grenzpunkte eines dort eingetragenen Grundstücks sind gesichert und können jederzeit von einem Geometer wieder eingemessen werden. Diese Einverleibung wird im Grundbuch erkenntlich gemacht und auch in der Katastralmappe durch eine Unterstreichung Grundstücksnummer mit drei Linien dargestellt.

In dicht verbauten Altortgebieten ist eine Abweichung der Grenzen in der Natur von jenen in der Katastralmappe sehr häufig zu finden. Auch die Grundstücksgrößen im Grundbuch weichen von der Natur oft erheblich ab. Dies ist insbesondere für die Berechnung der Bebauungsdichte von Relevanz.

Zur Eintragung in den digitalen Kataster wird vor Ort eine Grenzverhandlung durchgeführt, zu der alle betroffenen Liegenschaftseigentümer*innen geladen werden. Nach Unterfertigung des Protokolls durch alle Teilnehmer kann eine Einverleibung erfolgen, Streitigkeiten gehen zu Gericht.

Derzeit ist nur etwa ein Achtel aller österreichischen Grundstücke im Grenzkataster registriert – die Wahrscheinlichkeit bei einem Grundstückskauf ungesicherte Grenzen vorzufinden ist also hoch. Nur durch Einverleibung in den Grenzkataster ist man als Eigentümer gegen künftige Grenzstreitigkeiten mit den Nachbarn gefeit, und kann sicher sein, dass das gesamte Grundstück, das man besichtigt, mit exakt dem Flächenausmaß, für das man bezahlt hat, einem auch tatsächlich gehört.

April 26, 2021 - Comments Off on 113 Architektur Fragen – Frage 3.8.

113 Architektur Fragen – Frage 3.8.

Was sind die OIB-Richtlinien? (Autor: Michael Pitsch)

Wie schon in einigen vorherigen Beiträgen erwähnt, ist das Baurecht in Österreich aufgrund der föderalistischen Struktur Sache der Bundesländer. Somit fallen auch die Bautechnikverordnungen in diesen Kompetenzbereich. Um Harmonisierungen in diesem Bereich zu erlangen, wurde von den Bundesländern im Jahr 1993 das Österreichische Institut für Bautechnik (OIB) gegründet.
Eine Teilaufgabe dieses Vereins ist die die Herausgabe der „OIB Richtlinien“, in welchen die bautechnischen Verordnungen geregelt werden. Die erste Ausgabe erfolgte 2007 und werden im 4-Jahres Rhythmus erneuert. Die Richtlinien werden nach Beschluss der Generalversammlung herausgegeben und stehen damit den Bundeländern zur Verfügung. Die Länder haben folglich die Möglichkeit diese in Ihrer Bauordnung verbindlich zu machen.

Zurzeit liegen 6 Richtlinien, für folgende Bereiche, vor:
RL 1 – Standsicherheit
RL 2 – Brandschutz
RL 3 - Hygiene, Gesundheit und Umweltschutz
RL 4 - Nutzungssicherheit und Barrierefreiheit
RL 5 - Schallschutz
RL 6 - Energieeinsparung und Wärmeschutz

Dadurch, dass die Richtline 6 in allen Bundesländern verbindlich ist, wird auch der Energieausweis für Gebäude in einer Gesetzesnorm standardisiert.
Die OIB-Richtlinien folgen dem Konzept leistungsorientierter bautechnischer Richtlinien. In Folge dessen kann von diesen abgewichen werden, wenn der Bauwerber nachweist, dass ein gleichwertiges Schutzniveau erreicht wird.
Eine Problemstelle ist allerdings, dass nicht alle Bundesländer die letztgültigen Ausgaben der Richtlinien in Kraft gesetzt haben und es teilweise auch eigene Versionen einzelner Bundesländer gibt. Somit sind unterschiedliche Versionen parallel gültig, wodurch die Harmonisierung wieder unterlaufen wird.

Mit anderen Worten: Es ist noch ein langer Weg, bis überall in Österreich nach den gleichen Regeln gebaut werden kann.

April 19, 2021 - Comments Off on 113 Architektur Fragen – Frage 3.7.

113 Architektur Fragen – Frage 3.7.

Was ist der Unterschied zwischen offener und geschlossener Bauweise hinsichtlich der Ausnutzbarkeit eines Grundstücks? (Autor: Michael Pitsch)

Der Bebauungsplan regelt die bauliche Ausnützbarkeit des Grundstücks. Anhand des Beispiels der Wiener Bauordnung wird dies im §5 definiert:
„Die Bebauungspläne haben darzustellen, ob bzw. in welcher Weise die von den Flächenwidmungsplänen erfassten Grundflächen und die darüber- oder darunterliegenden Räume bebaut werden dürfen (…)“
Ein wesentlicher Teil dieser Regelung betrifft die Bauweise. Diese legt fest wie die Gebäude auf dem Grundstück angeordnet werden müssen.

In der Wiener Bauordnung wird zwischen folgenden Bauweisen unterschieden:

- Offene Bauweise (o)
- Gekuppelte Bauweise (gk)
- offenen oder gekuppelten Bauweise (ogk)
- Gruppenbauweise (gr)
- Geschlossene Bauweise (g)

Bei der offenen Bauweise ist ein seitlicher Grenzabstand einzuhalten und es sind Mindestabstände zu den Bauplatzgrenzen zu berücksichtigen. Die offene Bauweise führt außerdem zu lockerer kleinteiliger Bebauungsstruktur mit Freiräumen.
Bei geschlossener Bauweise wird hingegen an die „seitlichen“ Grundgrenzen angebaut und es entsteht eine durchgehende Fassadenfront. Ein Beispiel für geschlossene Bauweise ist die Blockrandbebauung.

Da es in Österreich neun unterschiedliche Bauordnungen gibt, werden die Bauweisen auch unterschiedlich definiert und ausgelegt. Als Beispiel sei hier Niederösterreich erwähnt. In Niederösterreich ist zum Beispiel eine geschlossene Bebauung auch dann gegeben, wenn die Bebauung überwiegend an die seitlichen Grundstücksgrenzen anschließt. In der offenen Bauweise muss in Niederösterreich ein seitlicher Bauwich auch von Nebengebäuden freigehalten werden.

Die bauliche Ausnützbarkeit wird aber nicht nur durch die Bauweise festgelegt. Der Bebauungsplan kann auch die Dichte durch eine Prozentzahl oder eine flächenmäßige Beschränkung definieren. Somit kann festgehalten werden, dass die Bauweise nicht alleine für die Ausnützbarkeit auschlaggebend ist. Es müssen immer mehrere Aspekte betrachtet werden.

April 16, 2021 - Comments Off on 113 Fragen – Das Huss Hawlik ePaper zum Download – V2.0 -Ästhetik

113 Fragen – Das Huss Hawlik ePaper zum Download – V2.0 -Ästhetik

(Download)

113 Fragen und Antworten zum Thema Architektur - aufgeteilt in verschiedene Themenbereiche.
Unser ePaper gibt Einblick in Arbeits- und Denkweisen in unserem Unternehmen - und soll gleichzeitig Inspiration oder Denkanstoß sein! Unser zweites ePaper beschäftigt sich mit der "Ästhetik".

April 13, 2021 - Comments Off on Die Zukunft von Wohnen und Arbeiten

Die Zukunft von Wohnen und Arbeiten

Ein Jahr lang wurde diskutiert, evaluiert, nachgedacht und prognostiziert. Nun ist das Ergebnis des ÖGNI Arbeitskreises da - mit vielen wichtigen Statements zur Zukunft des Wohnens und Arbeitens.

Danke an die ÖGNI für die Initiative und an die Mitglieder unserer illustren Expert:innen-Runde:

Erich Benischek
Peter Engert
Evgeni Gerginski
Andreas Gnesda
Theresa Götz
Melanie Kloster
Gerhard Kopeinig
Sabine Müller
Matthias Nödl
Oliver Oszwald
Nadja Pröwer (AG Leiterin)
Florian Rode
Katharina Saxa (AG Leiterin)
Elisabeth Schmid-Schmidsfelden
Richard Teichmann
Peter Ulm
Doris Wirth
Peter Wirth

March 30, 2021 - Comments Off on eins und eins ist drei – Jean-Erich Treu – Michael Pitsch – Perchtoldsdorf

eins und eins ist drei – Jean-Erich Treu – Michael Pitsch – Perchtoldsdorf

Wir leben "eins und eins ist drei". Gemeinsam mit unseren Kunden schaffen wir Bauwerke, die den Mensch und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt rücken. Dabei ist uns die Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern auf Augenhöhe und in konstruktivem Miteinander besonders wichtig. Mit Jean Erich Treu (Cobra Immobilien) wird ein Wohnbau mit 2 Stiegen und insgesamt 10 Wohnungen umgesetzt.

Michael Pitsch: Jean-Erich Treu schätze ich als Bauherrn mit viel Erfahrung, der genau weiß, was er will - sich aber auch von Experten beraten lässt.

Jean-Erich Treu: Ich habe schon viel gebaut in meinem Leben und kanns sagen, dass Huss Hawlik in der Planung sehr gute Arbeit leistet. Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend, besonders Herrn Pitsch habe ich in mein Herz geschlossen.

March 25, 2021 - Comments Off on 113 Architektur Fragen – Frage 3.6.

113 Architektur Fragen – Frage 3.6.

Welche baulichen Änderungen darf ich ohne Genehmigung durchführen? (Autorin: Karin Rezar)

Wir haben in Österreich 9 verschiedene Bauordnungen, wodurch es dementsprechend Unterschiede in der Reglementierung von baulichen Änderungen bzw. Abänderungen gibt. Aus diesem Grund ist die Begrifflichkeit „bauliche Änderung“ mit Vorsicht zu betrachten.

Im Sinne der Wiener Bauordnung sind bauliche Änderungen bei den bewilligungspflichtigen Bauvorhaben einzugliedern. Hierzu zählen alle Änderungen oder Instandsetzungen von Bauwerken, die unter anderem einen Einfluss auf die Festigkeit, die Feuersicherheit oder Nachbarrechte haben oder das äußere Aussehen, die Raumeinteilung oder Raumwidmung ändern. Beispielsweise zählen hierzu die Änderung von Fensteröffnungen oder der Anbau von Balkonen.

Sofern die Änderungen keine wesentliche äußere Umgestaltung des Gebäudes mit sich bringen, oder nicht die Umwidmung von Wohnungen und die Schaffung von Stellplätzen betreffen, reicht auch die Bewilligung im Zuge einer Bauanzeige.

Was darf man also an einem bestehenden Gebäude ohne Genehmigung verändern?

Wenn man die zuvor genannten bewilligungspflichtigen Änderungen betrachtet, nicht allzu viel. Werden beispielsweise im Inneren eines Gebäudes Räume so verändert, dass tragende Wände abgebrochen oder verändert werden müssen, so müssen diese Änderungen bewilligt werden. Sofern durch diese Veränderung der Räume nicht mehr Fläche und somit keine Änderung der Stellplatzverpflichtung entsteht, ist eine Bauanzeige ausreichend. Bewilligungsfrei wären solche Änderungen im Inneren des Gebäudes nur dann, wenn sie die reine Instandhaltung eines Raumes betreffen würden, wie zum Beispiel bei der Renovierung eines Badezimmers.

Umgelegt auf das äußere Erscheinungsbild eines Gebäudes kann man die Möglichkeiten und die damit verbundenen baurechtlichen Maßnahmen am Beispiel eines Fensters erklären. Will man die Fenster eines Gebäudes ersetzen und ändert damit auch die Größe oder das Aussehen (Farbe, Sprossen und dgl.), so handelt es sich um eine bauliche Änderung, welche bewilligungspflichtig ist. Tauscht jedoch beispielsweise im Zuge einer Sanierung, bei einem Gebäude nur die Fenster mit neuen Fenstern, mit gleichem Erscheinungsbild aus, so kann man dies auch ohne Genehmigung machen.

So gesehen darf man ohne Genehmigung nur Änderungen an Gebäuden oder Gebäudeteilen vornehmen, die als „oberflächliche Instandhaltung“ anzusehen sind und das äußere Erscheinungsbild nicht verändern.